Über mich

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Ich bin Prof. Dr. Martin Smollich

Seit über 20 Jahren beschäftigt mich als Wissenschaftler die zentrale Frage: Wie lässt sich Ernährung so nutzen, dass sie die individuelle Gesundheit und Leistungsfähigkeit bestmöglich fördert – und warum scheitert die Umsetzung im Alltag so oft? Hier erfahren Sie, wie ich zur Ernährungsmedizin gekommen bin und was mich bei meiner täglichen Arbeit antreibt.

Meine Geschichte

Mein Weg in die Ernährungsmedizin.


Schon in der Kindheit wollte ich Forscher werden – um neue Dinge zu entdecken und damit kranken Menschen helfen zu können. Zunächst studierte ich Biologie und Pharmazie, und begann dann als Wissenschaftler meine Doktorarbeit in der experimentellen Onkologie. Dabei untersuchte ich völlig neuartige Wirkstoffe für die Brustkrebstherapie. Mein Labor befand sich im dritten Stock, und auf dem Weg dorthin kam ich jeden Morgen in der Abteilung im Erdgeschoss vorbei, wo viele Patientinnen auf ihre Chemotherapie warteten. Das motivierte mich, meine Kraft und meine Forschung ganz dem Kampf gegen Krebs zu widmen.

Eines Tages begann ich mich aber zu fragen: So wichtig bessere medikamentöse Therapien sind – wäre es nicht viel sinnvoller, Jahrzehnte vor der Krankheit anzusetzen, nämlich mit wirksamer Prävention? Damit war der gedankliche Sprung in die Ernährungsmedizin getan, denn der Großteil aller Erkrankungen in der westlichen Welt ist inzwischen ernährungsbedingt. Und damit potenziell vermeidbar. Der anscheinend „plötzliche“ Herzinfarkt mit 60 hat in Wirklichkeit schon im Alter von 30 Jahren begonnen. Gute medizinische Therapie können vielen Menschen helfen – aber das ist nichts im Vergleich zu dem riesigen, ungenutzten Präventivpotenzial einer optimalen Ernährung.


Fachlicher Werdegang.


Nach meiner Promotion im Bereich Pharmakologie und Toxikologie entschloss ich mich, aus der Wissenschaft zurück in die Krankenversorgung zu gehen. Als Ressortleiter für Klinische Pharmazie in einem akademischen Lehrkrankenhaus konnte ich über viele Jahre klinische Erfahrungen sammeln, die mich nachhaltig geprägt haben. Am Krankenbett konnte ich täglich erleben, welche herausragende Bedeutung Ernährung und Mikronährstoffe für die Gesundheit von Patientinnen und Patienten haben – im Guten wie im Schlechten.

2013 folgte ich dem Ruf auf eine Professur für Klinische Pharmakologie und Pharmakonutrition. Dabei durfte ich fünf Jahre lang den ersten ernährungsmedizinischen Studiengang Deutschlands leiten. Seit 2018 bin ich Leiter der Arbeitsgruppe Pharmakonutrition am Institut für Ernährungsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Lübeck.

 Wissenschaftliche Schwerpunkte meiner Arbeit sind die Pharmakonutrition (also die medizinische Wirkung von Lebensmittelinhaltsstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln) und klinische Studien in der Ernährungsmedizin. Meine Hauptvorlesungen an der Universität zu Lübeck sind Ernährungsmedizin, Ernährungstoxikologie und Pharmakonutrition. Daneben bin ich in zahlreichen Fachkommissionen und Gremen aktiv, u.a. in der BfR-Kommission für Ernährungsrisiken, neuartige Lebensmittel und Allergien (ERNA) und beim Wissenschaftlichen Institut für Prävention im Gesundheitswesen (WIPIG).

 
Im Mittelpunkt der Mensch.

Meine wichtigste persönliche Motivation liegt in den prägenden Erfahrungen, die ich während meiner klinischen Tätigkeit im Krankenhaus sammeln konnte. Neben meinen akademischen Lehrern waren es die Patientinnen und Patienten, von denen ich am meisten lernen durfte. Ihre Bedürnisse stehen mir auch in meiner wissenschaftlichen Arbeit immer vor Augen. Und sie helfen dabei, niemals das Entscheidende aus dem Blick zu verlieren: Die beste wissenschaftlich fundierte Ernährungsmedizin muss immer auch individuell anpepasst und alltagstauglich sein. Denn im Mittelpunkt jeder menschlichen, empathischen Medizin stehen stets die Bedürfnisse und die Lebensqualität der Menschen.

Warum Social Media?

Ernährungsmedizinische Themen betreffen den Alltag von Millionen Menschen – und sind zugleich von Halbwissen, Mythen und marketinggetriebener Fehlinformation geprägt. Dahinter stehen meist Pseudoexperten ohne fachliche Qualifikation, die aus der Angst der Menschen skrupellos Profit machen wollen. 

Hier sehe ich meine Verantwortung als Wissenschafler. Es ist Teil meines Berufs und ein besonderes Privileg, die neuesten Studienergebnisse früher als die meisten Anderen zu kennen. Ich stehe mit Kolleginnen und Kollegen weltweit im persönlichen Austausch und weiß um die Hintergründe der Studien. Und ob Dinge in der Realität funktionieren oder nicht, sehe ich persönlich mit Patientinnen und Patienten. Daraus ergibt sich für mich die gesellschaftliche Verantwortung, dieses Wissen zu teilen und für alle verständlich und nutzbar zu machen. Auch für Sie und für Ihre Gesundheit.

Meine wissenschaftliche Arbeit endet deshalb nicht bei Fachpublikationen oder dem Austausch im Expertenkreis. Faktenbasiertes Wissen muss dort ankommen, wo Menschen ihre Entscheidungen treffen: im Alltag. Meine Überzeugung ist: Wissen schafft Verantwortung [Hier Link zu Univideo?].

 Aus diesem Grund ist die Wissenschaftskommunikation in den (Sozialen) Medien ein zentraler Teil meiner Verantwortung als Wissenschaftler. Mein Ziel ist es, Studienergebnisse differenziert einzuordnen und allgemeinverständlich zu übersetzen. Und zwar ohne Alarmismus, unnötige Zuspitzung und Rabattcodes für Supplements. Gerade in Zeiten von Clickbait-Schlagzeilen braucht es eine verlässliche und unabhängige Stimme, die Orientierung gibt. Mediale Reichweite ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu, evidenzbasierte Prävention und verantwortungsvolle Aufklärung in die breite Öffentlichkeit zu tragen.

Mein Anspruch dabei ist:

Komplexe Zusammenhänge so zu vermitteln, dass Sie gut informierte Entscheidungen für Ihre eigene Gesundheit treffen können.

Genau das ist meine Mission.

Das Team

Hinter jeder starken Marke steht mehr als eine einzelne Person – erst ein starkes Team macht höchste Qualität möglich. Auch hinter @ErnMedBlog stehen Menschen, die dieselben Werte teilen: wissenschaftliche Sorgfalt, fachliche Exzellenz und den Anspruch, Gesundheitsthemen verständlich und verantwortungsvoll zu vermitteln.

Noreen Neuwirth (M. Sc.)

Noreen Neuwirth (M. Sc.) ist Ernährungswissenschaftlerin mit eigener Praxis in Frankfurt/Main. Daneben hält sie Vorträge, gibt Fortbildungen und engagiert sich für eine gesundheitsförderliche Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung.
Sie ist zudem seit 2020 aktiv an der Entwicklung ernährungstherapeutischer Konzepte verschiedener digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAs) beteiligt und erfolgreiche Autorin der beiden Bücher “Großes Praxisbuch Ernährungsmedizin” und “Ernährungskunde und Diätetik”. Bei @ErnMedBlog wirkte Noreen Neuwirth zunächst am Blog mit und unterstützt den Instagram-Account seit dem ersten Beitrag inhaltlich und strategisch.

Martina Kalischuk (B. Sc.)

Martina Kalischuk (B. Sc.) stammt aus Husum und absolvierte ihren Bachelor in Ernährungswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen. In ihrer Abschlussarbeit untersuchte sie den Einfluss von Vitamin D auf die Inzidenz und Symptomatik von Depressionen. Aktuell studiert sie Nutritional Medicine an der Universität zu Lübeck, wo sie sich insbesondere mit der Schnittstelle zwischen Ernährung, Medizin und Prävention beschäftigt.

Ronja Herbold (M. A.)

Ronja Herbold (M. A.) ist Kommunikationswissenschaftlerin und Mediengestalterin mit einer Leidenschaft für gelungene Wissenschaftskommunikation. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, komplexe wissenschaftliche Inhalte so aufzubereiten, dass sie verständlich, nahbar und zugleich fachlich fundiert vermittelt werden. Dabei verbindet sie wissenschaftliche Tiefe mit kreativem Storytelling und einem sicheren Gespür für zeitgemäße Kommunikation über die sozialen Medien. Bei @ErnMedBlog verantwortet Ronja die Video Content Creation. Sie konzipiert, filmt und bearbeitet die Videoinhalte und trägt damit dazu bei, ernährungsmedizinisches Wissen auf moderne und ansprechende Weise einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

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